Riederauer Triathleten vom Ammersee Gymnasium holen Titel

Sieg bei 3-Stunden-MTB-Rennen in Himmelthal

Zum zweiten Mal wurde in Bayern das 3-Stunden-Rennen aufgelegt, bei dem Mannschaften zu drei oder fünf Mountainbiker einen 1,4 km langen Parcours möglichst oft absolvieren. Dabei fährt jeweils immer nur ein Athlet im Rennen. Absolute Besonderheit bei diesem Event: Schülermannschaften starten jeweils mit einem Lehrer. Aus Sicht der Schüler ist es somit ein Rennen mit Lehrerverstärkung. Aus Sicht der Lehrer heißt es theoretische Stärke in der Praxis zu beweisen, was bekanntlich doch zwei paar Stiefel sind.

Die Mannschaft des Ammersee Gymnasiums formierte sich aus den Triathleten des SC Riederau: Julian Willner, Niclas Jurisch und Georg Ladig (Lehrer). Sie reisten bereits einen Tag früher an und konnten die Strecke begutachten. Diese war hochtechnisch mit kurzen, steilen Passagen, Engstellen, Schikanen, Bumptrails, einer kniffligen Abfahrt und Hindernissen, z.B. einem Doppelochser, wie beim Springreiten nur nicht ganz so hoch. Nur wer beweglich auf dem Rad ist und gut im Sattel sitzt konnte den Kurs komplett durchfahren. Julian Willner kommentierte treffend: „Wer diesen Kurs gebaut hat, hatte jedenfalls Spaß dabei.“

Beim Rennen selber sah es dann so aus: In der ersten Stunde konnten fast alle Teilnehmer den Parcours komplett durchfahren. Ab der zweiten Stunde mussten viele Teilnehmer an der Bergpassage schieben und in der letzten Stunde gab es keinen mehr, der am „Doppelochser“ elegant gesprungen ist. Jeder kämpfte an den Hindernissen um Meter und Sekunden.

Für die Dreier-Mannschaft des Ammersee Gymnasiums war das Rennen in ihrer Kategorie sehr schnell entschieden. Bereits nach einer halben Stunde lagen alle weiteren Mannschaften mindestens eine Runde zurück und nach drei Stunden führten die ASG‘ler mehr als deutlich mit 7 Runden Vorsprung! Spannend war dennoch der inoffizielle Kampf, sich vielleicht auch gegen alle Fünfer-Mannschaften, die wesentlich kürzere Belastungszeiten und längere Erholungsphasen hatten, durchsetzen zu können. Im Rennverlauf war die Mannschaft vom Ammersee mehrfach knapp in Führung, lag aber am Schluss gegen zwei Fünfer-Mannschaften um 36 und 8 Sekunden zurück. Der hauchdünne Wermutstropfen konnte allerdings nicht die Freude schmälern den Sieg zum Ammersee geholt zu haben.