Der 18. Ammersee Triathlon: Klasse Athleten, klasse Wettkämpfe, klasse Wetter!

Steffen Frühauf, Alexander Steffens und Charlotte Ahrens überzeugen

3, 2, 1, Go! So wurde am Samstag beim Ammersee Triathlon der Wasserstart im Strandbad St. Alban freigegeben. In insgesamt sechs Startgruppen wühlten sich dann die über 300 Triathleten auf verschiedenen Streckenlängen durch das 22 Grad warme Wasser. Aber nicht nur das Wasser, auch die sommerlichen Außentemperaturen mit Sonne und leichtem Wind machten die 18. Auflage des Ammersee Triathlon zu einem tollen sportlichen Erlebnis für alle Beteiligten.

In der Wechselzone am Ammersee Gymnasium konnte man dann die breite Ausrichtung der Veranstaltung begutachten: Neben den Carbon-Zeitfahrmaschinen der Elitetriathleten standen auch Mountainbikes und normale Straßenräder für die Kinder-, Volks- und Schnuppertriathleten. Egal auf welchem dieser Räder, nach dem Schwimmen ging es von der Wechselzone auf einen 4,2 Kilometer langen Rundkurs nach Riederau und zurück, der in den verschiedenen Gruppen bis zu 5 Mal gefahren wurde. Die Zuschauer an der Strecke konnten dabei rasante Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis 40 km/h je Runde bestaunen. Anschließend ging es dann auf die 1 Kilometer lange Laufstrecke rund um das Ammersee Gymnasium, die auch bis zu 5 Mal gelaufen werden musste. Ebenso wie auf der Radstrecke hatten sich die Athleten dabei immer im Blick und daraus entwickelten sich spannende Positionskämpfe. Weil die Strecke drei kleinere Hügel hatte, mussten alle ihre letzten „Körner“ aufwenden, um das Ziel am Sportplatz des Ammersee Gymnasiums zu erreichen.

Die schnellste Zeit des Tages erzielte Steffen Frühauf, der für den Post SV Weilheim startet. Seit drei Jahren gastiert die Landesliga Süd beim Ammersee Triathlon und so sind auch immer die regionalen Top-Triathleten in Diessen am Start. Frühauf, vor zwei Wochen zweiter bayerischer Meister auf der Mitteldistanz, wurde im Landesliga-Sprint seiner Favoritenrolle gerecht und lief nach einem beherzten Rennen auf dem ersten Platz ein.

Neben der Landesliga gab es mit dem Elite-Sprint noch ein weiteres Starterfeld mit herausragenden Leistungen. Allen voran Charlotte Ahrens, die für Neubrandenburg startet, zeigte, dass sie derzeit in Top-Form ist. Letztes Jahr deutsche Meisterin bei den Juniorinnen, vor zwei Wochen 6. bei der deutschen Meisterschaft im Sprint, ließ sie auch in diesem Wettkampf nichts anbrennen und siegte mit einer exzellenten Leistung in allen 3 Disziplinen in der Frauenwertung. Da musste Alexander Steffens vom Tri Team Schongau schon aufpassen, dass er Ahrens auf Distanz halten konnte. Seine überragende Leistung auf dem Rad brachte aber einen Vorsprung, den er dann auf den Laufrunden kontrolliert in Ziel als Sieger der Herrenwertung bringen konnte. Zweiter und Dritter wurden Jules Rau und Maximilian Eibl vom SC Riederau.

Der Ammersee Triathlon hat aber nicht nur den leistungsorientierten Sportlern eine Plattform geboten. Gerhard Linke, Leiter der Triathlonsparte des SC Riederau, betont die Relevanz der anderen Startgruppen: „Mit den Kindern und Jugendlichen, den Volkstriathleten, der Schnupperdistanz und den Firmen- und Familienstaffeln wollen wir – wie in unserer Vereinsarbeit insgesamt – den Breitensport fördern. Dass dieses Angebot angenommen wurde, einige bei uns das erste Mal bei einem Triathlon teilgenommen haben, freut uns besonders!“ Die Wertung des Volkstriathlons konnte bei den Frauen Silvia Frankiw aus Freising, bei den Herren Patrick Jakob aus Kaufering gewinnen. Die Schnupperdistanz bei den Frauen gewann Zoe Schüppel (Riederau) und Adrian Franz bei den Herren. Die Family&Friends Staffel gewann mit Julian Willner, Constantin Enzensberger und Charly Augsdorfer ein Trio aus vom Gastgeber des SC Riederau, den Sieg bei der Firmenstaffel holte sich die Firma Hirschvogel.

Der Ammersee Triathlon ist auch der Abschlusswettkampf des „Kids Cup“, einer Serie aus 5 Wettkämpfen mit dem die oberbayerischen Einzel- und Mannschaftsmeister ermittelt werden (ausführlicher Bericht folgt). Insofern sind auch in diesem Starterfeld der ambitionierte Nachwuchs aus der Region vertreten. Zum Abschluss konnten dabei vor gewinnen: Carla Oberhuber (Tölz) und Carl-Maria Schönfelder(Erding) bei den Schülern D, Roman Till (Bad Endorf) und Carla Hartmann bei den Schülern C, Moritz Mühlpointner, (München) und Fiona Böttner (Bad Endorf) bei den Schülern B, Nick Scherer (Haar) und Chiara Lang (Riederau) bei den Schülern A und Laurin Scherer (Haar) und Olivia Schuhböck (Palling) bei der Jugend B. In der Klasse der älteren Jugendlichen konnten schließlich die Riederauer Gastgeber abräumen: Anna Dahmen und Felica Ladig (Jugend A) und Carolin Fürtig (Juniorinnen) gewannen souverän.

Jörg Fürtig, Organisationsleiter und, gemeinsam mit Gerhard Linke, Streckensprecher war rundum zufrieden: „Wir haben gezeigt, dass wir mit unserem Teilnehmerrekord von über 300 Teilnehmern einen gleichzeitig anspruchsvollen und sicheren Triathlon auf die Beine stellen konnten. Der Triathlonsport am Ammersee hat sich von seiner Schokoladenseite gezeigt.“

Ammersee Triathlon mit Anmelderekord, Nachmeldungen begrenzt möglich!

Am Samstag um 9.00 Uhr geht es mit der ersten Gruppe los: Der Ammersee Triathlon startet im Strandbad St. Alban mit dem Schwimmen. Nach dem Wechsel auf das Rad am Ammersee Gymnasium folgt ein schneller Rundkurs nach Riederau und zurück und nach dem zweiten Wechsel geht es in einer großen Schleife zum Laufen rund um das Ammersee Gymnasium ins Ziel auf dem Sportplatz. Alles gut einsehbar für die Zuschauer und auch die Sportler haben sich immer gut im Blick – das macht den Reiz des kompakten Formates aus.

Dabei kann der von der Triathlonabteilung des SC Riederau veranstaltete Wettkampf dieses Jahr mit einem Teilnehmerrekord von über 300 Athleten aus ganz Bayern aufwarten. „Nach 160 Anmeldungen letztes Jahr, haben wir auf 200 Anmeldungen gehofft. Dass wir jetzt mehr als 300 haben, ist natürlich super“ resümiert Jörg Fürtig, zusammen mit Gerhard Linke Organisationsleiter des Wettkampfs. Und weiter: „Unsere Mischung aus Leistungs- und Breitensportorientierung kommt offenbar gut an!“ So werden am Samstag sowohl Novizen zum ersten Mal einen Triathlon absolvieren, während gleichzeitig die Mannschaften der bayerischen Landesliga um wertvolle Punkte kämpfen. Highlight der Veranstaltung ist die Teilnahme von Charlotte Ahrens, letztes Jahr deutsche Juniorenmeisterin und letzte Woche 6.-platzierte bei der deutschen Elitemeisterschaft.

Der Zeitplan im Überblick:

09.00 Uhr Schüler D (50 m Schwimmen / 0,2 km Laufen)

09.10 Uhr Schüler C (100 / 1 km Radfahren / 0,4) und Schüler B (200 / 2,6 / 1)

09.35 Uhr Schüler-Staffel (200 / 8,5 / 2)

09.38 Uhr Schnupper-Triathlon (200 / 8,5 2)

10.00 Uhr Schüler A und Jugend B (400 / 8,5 / 4)

10.40 Uhr Jugend A, Junioren und Elite-Sprint (750 / 20,5 / 5)

11.10 Uhr Liga-Sprint (750 / 20,5 / 5)

12.00 Uhr Volks-Triathlon und Firmen-/Familien-Staffel (400 / 16,5 /4)

Die Siegerehrungen finden jeweils am Sportplatz des Ammersee Gymnasium statt, wo die Zuschauer sich gleichzeitig mit Kaffee und Kuchen verpflegen können. Wenn jetzt noch, wie letztes Jahr, das Wetter passt, wird sich der Triathlonsport am Ammersee von seiner besten Seite zeigen!

Ein Hinweis: Die Straße 2055 zwischen Riederau und Dießen ist aufgrund der Veranstaltung zwischen 8.00 und 14.00 Uhr gesperrt. Die Umleitung ist ausgeschildert und erfolgt über Entraching.

Stadttriathlon Erding und Triathlonfestival am Rothsee

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Der Stadttriathlon in Erding hat mittlerweile einen festen Platz im Wettkampfkalender der bayerischen Triathleten. Mehr als 1.200 Teilnehmer kamen zur 23. Auflage in den verschiedenen Altersklassen. Und auch die Riederauer Triathleten sind bei diesem großen Wettkampf traditionell stark vertreten, allen voran der Nachwuchs, zählt Erding doch zur Serie der oberbayerischen Meisterschaft.

Dabei verpasste Chiara Lang (Schüler A) mit einem 4. Platz knapp das Podium, sicherte sich aber wertvolle Punkte für die Serie. Mit einer guten Platzierung beim abschließenden Heim-Wettkampf in Riederau am 9. Juli am Ammersee Gymnasium kann sie es damit unter die oberbayerischen Top 3 schaffen. Niklas Bailer (Jugend B, 10. Platz), Amelie Baierl (9. Platz), Britta Braumiller (11. Platz) und Paulina Enzensberger (12. Platz, alle Schüler B) komplettierten das erfreuliche Mannschaftsergebnis der Riederauer Schüler und jüngeren Jugendlichen.

Über die Sprintdistanz konnte sich Dominik Geiling in der Jugend A mit dem 3. Platz über seine erste Podestplatzierung freuen. Diese Leistung deutete sich dabei bereits durch konstant gute Trainingsleistungen in allen Disziplinen an. Constantin Enzensberger wurde in dieser Altersklasse 6. Ein Comeback im Wettkampfgeschehen gab nach einem Jahr Abiturpause Maximilian Eibl und konnte dabei gleich einen 5. Platz bei den Junioren holen, Carolin Fürtig wurde 6. bei den Juniorinnen. Damit konnte der Riederauer Nachwuchs die Senioren zeit- und platzierungsmäßig distanzieren. Florian Enzensberger als 6., Thomas Dahmen als 22. und Martin Gleixner als 44. mussten anerkennen, das „die Jugend“ im Sprint mittlerweile schneller ist. Einen ersten Platz konnten schließlich Zoe Schüppel, Ulf Rau und Paul Auerbach in der Sprintstaffel holen.

Auf den doppelten Strecken der olympischen Distanz zeigten Jules Rau mit einem 5. Platz und Jörg Fürtig mit einem 10. Platz ebenfalls erfreuliche Leistungen und rundeten somit das erfolgreiche Teamergebnis der Riederauer ab.

Nach Erding zog der Triathlon Tross dann weiter an den Rothsee, wo an zwei Tagen ein weit über die lokalen Grenzen hinaus bekanntes „Triathlon Festival“ organisiert wird. Und auch hier zeigten die Sportler vom SC Riederau gute Leistungen.

Allen voran Luca Lang, der sich mit dem ersten Platz bei den Junioren aus einer langen verletzungsbedingten Wettkampfpause eindrucksvoll zurück meldete. Als erster aus dem Wasser, entwickelte er einen beachtlichen Druck auf dem Rad und gab auch beim Laufen die Führung nicht mehr aus der Hand. Carolin Fürtig holte sich den Juniorinnen die Silbermedaille, ihr Bruder Daniel den 5. Platz bei den Junioren. Anna Dahmen (6., Jugend A), Maximilian Eibl (7., Junioren) im Zielsprint vor Jules Rau (8., Junioren), Barbara Gradl-Dahmen (12.) und Valentin Dahmen (13.) komplettierten in großen Teilnehmerfeldern das gute Abschneiden am ersten Tag.

Am zweiten Tag waren wieder die doppelten Distanzen bei den Senioren gefragt. Jörg Fürtig (21.) und Ulf Rau (92.) nutzen den Wettkampf als Vorbereitung auf die Langdistanz in Roth Mitte Juli. Jules Rau startete erneut und gewann das Duell gegen seinen Vater deutlich (19.), Thomas Dahmen finishte trotz Problemen beim Laufen (123.)

Jetzt gönnen sich die meisten eine Wochen Wettkamppause, bevor es für die Schüler und Jugendlichen beim Ammersee Triathlon auch um die dort auszutragende Landkreismeisterschaft geht.

Hitze- und Wasserschlacht im Triathlon

Mittlerweile läuft die Triathlonsaison auf Hochtouren, die offenen Gewässer sind warm genug für das Freiwasserschwimmen und die Außentemperaturen im Juni normalerweise warm genug für schöne Rad- und Lauftouren. Normalerweise. Letztes Wochenende in Bad Tölz zeigte sich bei der 28. Auflage des Bad Tölzer Triathlons das Wetter von seiner wenig guten Juni-Seite: Es schüttete aus Kübeln. Beim Schwimmen nicht wirklich ein Problem, aber eine echte Herausforderung für die Radstrecke. Der Tölzer Triathlon ist nämlich bekannt für seine sehr hügelige Strecke durch das Voralpenland und bei Regen haben es insbesondere die rasanten Abfahrten in sich.

Die Riederauer Triathleten waren in Tölz mit zwei Startern vor Ort. Dr. Claudia Bregulla-Linke, amtierende Europameisterin auf der Mitteldistanz ging über die Kurzdistanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) an den Start und zeigte, dass sie in Ihrer Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Australien im Herbst dieses Jahres schon in einer guten Form ist. Mit Ihrem zweiten Platz in der Gesamtwertung, knapp hinter Monika Fritz aus Holzkirchen, und dem souveränen Sieg in Ihrer Altersklasse, gelang ihr eine rundum zufriedenstellende Leistung. In allen Disziplinen gelang Bregulla-Linke ihr Potenzial abzurufen: „Heute waren die Rahmenbedingungen nicht so besonders, aber das kann man ja nicht ändern und da gilt es sich ganz auf seine Leistung zu konzentrieren“, resümierte sie. Und: „Ich bin mit meinen Fahrplan für Noosa in Australien absolut im Soll und freue mich jetzt meine Form weiter auszubauen!“

Beinahe hätte es in der Sprintdistanz (die Hälfte der Kurzdistanz) für einen weiteren Riederauer Sieg gereicht. Dr. Jürgen Schüppel lag bis kurz vor Schluss in seiner Altersklasse vorn und in den Top 10 der Gesamtwertung, riss sich aber 1 Kilometer vor dem Ziel einen Muskel. Der letzte Kilometer war dann ein „Spaziergang“ und endete mit dem 3. Platz in der Altersklasse und dem 19. Gesamtrang. „Das ist bitter, weil damit mein Saisonhöhepunkt, die deutschen Altersklassenmeisterschaften in 3 Wochen, und wahrscheinlich auch der große Rest der Saison hinfällig sind“ zeigte sich Schüppel enttäuscht.

Zwei Wochen vor Bad Tölz gab es beim Wettkampf in Oberschleißheim vollkommen andere Wetterbedingungen und eine weitere Podestplatzierung für die Triathleten aus Riederau. War es in Tölz der Regen, der den Athleten zu schaffen machte, war es hier die Hitze, die den Teilnehmern alles abverlangte. Günter Lang konnte in seiner Altersklasse trotz verletzungsbedingtem Trainingsrückstand einen 2. Platz in der Sprintdistanz erkämpfen und freute sich über den gelungenen Start in die Saison. Dabei duellierte er sich lange mit seinem Vereinskollegen Florian Enzensberger, der am Ende den unglücklichen 4. Platz nach Hause nahm.

 

Die Riederauer Triathleten machen sich in Südtirol fit für die Wettkampfsaison

Trainingscamp_Südtirol

Wenn der Frühling kommt, dann heißt das für die Triathleten des SC Riederau auch: Die ersten Wettkämpfe stehen vor der Tür und da gilt es der im Winter aufgebauten Fitness den ersten Schliff zu geben. Das Trainingscamp in den Osterferien hat bei dem Verein inzwischen Tradition und nach zwei Jahren Toskana ging es diesmal nach Südtirol. Ein Ferienheim in wunderschöner Umgebung in der Nähe vom Kalterer See bot ideale Trainingsbedingungen und jede Menge Spaß für die mitgereisten Sportler. Ob Techniktraining auf dem Mountainbike, längere Ausfahrten und Intervalle mit dem Rennrad, Yoga, Laufen, Wechseltraining und das Schwimmen in der extra angemieteten Schwimmhalle von Bozen – für Langeweile gab es hier keinen Platz!

Das frühe Datum bescherte den Organisatoren des Trainingscamps in diesem Jahr ein wenig Kopfzerbrechen: Wo könnte man im März schon mit einer stabilen Wetterlage rechnen, die ein regelmäßiges Training unter angenehmen Bedingungen ermöglichte? Dass die Wahl auf Südtirol fiel, war auch der kürzeren Fahrstrecke geschuldet, die vielen Familien entgegen kam. Und der Wettergott schien sich mit der Truppe verbündet zu haben: Sonnenschein und angenehme Temperaturen sorgten für ideale Bedingungen sowohl für das Training, als auch die notwendige Regeneration (bei den Jugendlichen auch Chillen genannt!) in den Pausen.
Gleich am Anfahrtstag ging es nach einer gemütlichen Brotzeit auf der Hauseigenen Terrasse zur ersten Ausfahrt mit den Rennrädern. In verschiedene Leistungsgruppen eingeteilt, wurde im lockeren Tempo erstmalig die Gegend erkundet und das Vertrauen ins Fahrrad gestärkt. Bei der Vielzahl von Radwegen war hier für alle Leistungs- und Konditionsstufen das Richtige dabei, so dass sich alle schon auf die kommenden Radzeiten freuten. Und so ging es dann in die nächsten Tage: Morgens wahlweise Yoga oder Morgenlauf, gemeinsames Frühstück und dann eine Runde auf dem Rad. Wie vielseitig alleine schon diese Disziplin sein kann, machte sich bald bemerkbar: Intervallfahren in der Ebene, Techniktraining mit dem Mountainbike im Biotop vor der Haustür, oder eine „kleine“ Ausfahrt zum 90 km entfernten Gardasee – dessen unberechenbare Winde die Gruppe bei der Heimfahrt vor eine wirkliche Herausforderung stellte. Je nach Gruppe wurde in den acht Tagen zwischen 200 und 600 Kilometer geradelt.

Der weitere Tagesablauf wurde dann jeden Tag neu gestaltet und sorgte so für die nötige Abwechslung. Für das Schwimmtraining hatte man im Vorfeld zweimal einige Bahnen in der Bozener Schwimmhalle reserviert und hier werden die Teilnehmer bald anhand von Unterwasseraufzeichnungen eine systematische Rückmeldung ihrer Technik erhalten. Die Laufeinheiten konzentrierten sich vor allem auf den Ausbau der Schnellkraft und nutzten damit die hügelige Umgebung bestens aus. Immer wieder hart, aber entsprechend effektiv waren auch die „Koppeleinheiten“, in denen in mehreren Durchläufen eine kurze Radstrecke unmittelbar mit einem kurzen Lauf gekoppelt werden.

Nachdem jetzt alle Teilnehmer müde, aber verletzungsfrei wieder zurück sind, bleiben noch wenige Wochen den Trainingsimpuls zur Wettkampfform weiter auszubauen. Noch im April stehen mit den Duathlons in Hilpoltstein und Krailling die ersten Wettkämpfe für die Riederauer an. Aber egal wie diese dann auch verlaufen, der Spaß aus dem Trainingscamp ist keinem der Triathleten mehr zu nehmen.

Gold bei Wintertriathlon World Championships 2016 in Zeltweg

Die weltbesten Wintertriathleten aus 17 Nationen, insgesamt 210 Athleten aus Elite und Age Group Nationalmannschaft haben sich vom 12.-14. Februar  in Zeltweg im Oberen Murtal angekündigtWintertriathlon ist eine anspruchsvolle Triathlon Winterform Kombination aus Cross-Lauf, Mountainbiken und Skilanglauf.

Die 4,8 Laufkilometer auf Schneematsch waren dabei noch die leichteste Disziplin. Die Mountainbikestrecke mutierte aufgrund der warmen Verhältnisse zu einer Schlammstrecke, die nur mit wenig Reifendruck fahrbar war und erforderte äußerste Konzentration bei den schlammigen  Abfahrten. Der Endspurt über 7 Kilometer in der Skilanglauf-Loipe auf Kunstschnee setzte einen entsprechend für warme Verhältnisse speziell präparierten Ski voraus.

Die DTU nominierte 21  Athleten aus ganz Deutschland für die Age Group Nationalmannschaft. Claudia Bregulla-Linke, Erdinger Alkoholfrei Athletin vom SC Riederau, vertraute auf ihr starkes Betreuerteam mit Coach und Mann Gerhard Linke und dem erfahrenen Wachs- und Langlaufspezialisten Thomas Zwickel aus Petzenhausen, die sie in Zeltweg betreuten. Nach dem Laufen lag sie noch an dritter Stelle, konnte dann beim Mountainbiken einen Vorsprung von zwei Minuten auf die zweitplatzierte Deutsche Meisterin Susanne Jährling aus Konstanz herausholen, die als hervorragende Langläuferin gilt. Der Ski lief, perfekt gewachst, sodass sie mit  einer überragenden Skatingzeit  (zweite Tagesbestzeit der Damen) und fast zwei Minuten Vorsprung auf  Susanne Jährling, in einer Gesamtzeit von 1:15:04 h ins Ziel kam und sich den Weltmeistertitel in der AK 45-49 holte.

Mit einer herausragenden Ausbeute von insgesamt zehn Medaillen (2 Gold, 5 Silber, 3 Bronze) konnte die DTU- AK- Nationalmannschaft dann aus Zeltweg zurückkehren. Ebenfalls mit im Team waren das Ehepaar Marianne und Peter Grünebach aus Polling, welche beide die Bronzemedaille erkämpfen konnten.

Das Rennen der Elite wurden von den russischen Wintertriathlon-Spezialisten dominiert. Bei den Frauen sicherte sich Yulia Surikova  ihren ersten WM-Titel vor Landsfrau Olga Parfinenko und der Österreicherin Romana Slavinec. Die einzige DTU-Eliteathletin, Renate Forstner (Raubling), landete auf dem neunten Platz. Das WM-Rennen der Männer ging schon zum fünften Mal an Pavel Andreev (RUS), der mit Evgeny Kirillov ebenfalls einen russischen Doppelsieg landete. Für den Italiener Guiseppe Lamastra blieb die Bronzemedaille.

 

 

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